Inhaftierter Islamist droht mit Anschlägen
Manchmal werden Informationen bekannt, vor denen Politiker, Verwaltungsbeamte oder Journalisten die Bevölkerung für gewöhnlich bewahren wollen. In diesem Fall handelt es sich um die Nachricht von einen Islamisten, der wegen schweren Raubs in Berlin im Gefängnis sitzt und dort ankündigt, Terroranschläge zu begehen. Nun würde man denken, daß dies ein klarer Fall ist: Dieser Mensch muß sofort abgeschoben werden. Wer, wenn nicht er? Aber nein: Der Verbrecher und angehende Terrorist hat seinen Paß vernichtet, und sein Herkunftsland Libanon weigert sich, neue Ausweispapiere auszustellen. Und, so "die Behörden": ohne Paß keine Abschiebung. An der Stelle müßte die Zeitung fragen: Warum denn nicht?! Man kann den Mann in ein Flugzeug stecken und in Beirut im Flughafen aussetzen. Oder man kann Libanon klar machen, daß ein solches Verhalten völlig inakzeptabel ist, zumal andere EU-Staaten zweifelsohne ein gleiches Problem haben. Wieviel Geld bekommt Libanon im Jahr von der EU und von einzelnen EU-Staaten? Aber nein, stattdessen nimmt die Zeitung die Behauptung hin, ohne sie zu hinterfragen, und zitiert stattdessen abschließend den Berliner Innensenator (SPD - wen wundert's?): "Wir werden wahrscheinlich noch auf lange Sicht mit salafistischer Bedrohung leben müssen." Wenn ein Politiker von vornherein eine solche defätistische Position vertritt und die Hände in den Schoß legt, warum tritt er nicht wenigstens zurück? Wozu sollen die Steuerzahler einem Arbeitsverweigerer das Gehalt bezahlen?
Eigentlich sollte niemand von dem Fall erfahren. Bekannt wurde er durch einen Informanten in der Polizei oder im Justizsystem, der jetzt durch interne Untersuchungen ermittelt werden soll, um ihn wegen "Geheimnisverrats" zu bestrafen. Bestraft werden nicht die Politiker und Verwaltungsbeamte, die durch ihre Untätigkeit aktiv die Vorbereitung des nächsten Terroranschlags unterstützen, sondern die Menschen, die auf die Mißstände aufmerksam machen. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wie viele ähnliche Fälle gar nicht erst bekannt werden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen