Politisch brisanter Posten. Altkanzler könnte Mitglied im Rosneft-Vorstand werden
Vermutlich ist es schon ein Fortschritt, wenn die Berliner Zeitung die Berufung Gerhard Schröders in den Aufsichtsrat von Rosneft überhaupt vermeldet. Aber natürlich gibt es keinen Hinweis darauf, daß es sich bei Schröder um einen der führenden Putinisten Deutschlands handelt (ebenso wie zwei andere frühere SPD-Vorsitzende: Lafontaine und Platzeck); kein Hinweis auf die engen persönlichen Beziehungen zwischen Putin und Schröder - Schröder feierte seinen 70. Geburtstag in St. Petersburg, finanziert vom Putin-Regime und mit Putin als Gast und zwar im April 2014, als letzterer gerade die Krim okkupiert hatte und den blutigen Überfall auf den Donbass begann; kein Wort über die Aussage Schröders, Putin sei ein "lupenreiner Demokrat", was der Ex-Kanzler später noch einmal bekräftigte; keine Erwähnung von Schröders Zustimmung zur Krim-Okkupation. Alles, was die Berufung Schröders in die Leitung einer weiteren Putin-Firma erst aussagekräftig macht, hat der Autor der Berliner Zeitung, Stephan Kaufmann, weggelassen.
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