Ohne Aussicht auf Erfolg. Wirtschaftssanktionen treffen oft die Ärmsten der Armen. Diktaturen werden kaum geschwächt
Schon die Überschrift zeigt: Hier ist einer der vielen Putinisten der Berliner Zeitung am Werk, in diesem Fall wieder einmal Stephan Kaufmann. Wie viele vor und mit ihm wiederholt er die alte Putin-Lüge, daß Wirtschaftssanktionen sinnlos seien (ohne natürlich hinzuzufügen, welchen alternativen Weg er vorschlägt). Er springt dabei zwischen Iran, Nordkorea und Rußland hin und her. Mit Verweis auf eine Sozialwissenschaftlerin (irgend eine findet sich immer, das Fach hat einen notorisch linken Einschlag) fügt er dann noch das Totschlagargument hinzu, die Sanktionen würden "die Ärmsten eines Landes" treffen. Hätte Herr Kaufmann sich auch nur ansatzweise die Sanktionen gegen Rußland und ihre Wirkungsweise angesehen, müßte er feststellen, daß 1) es sich bei diesen um Spielzeug-Sanktionen handelt, die zudem systematisch von deutschen Firmen umgangen und ignoriert werden (man denke nur an die kürzliche Lieferung von Kraftwerksturbinen durch Siemens auf die Krim), die also schon allein deshalb keine Wirkung auf das Regime haben können, und 2) sich diese Sanktionen, selbst wenn sie wirksam wären, keineswegs auf "die Ärmsten", also kranke Kinder, Waisen, Rentner, Invaliden, Arbeitslose usw., auswirken würden. Daß der Autor dann noch behauptet, vor allem der sinkende Ölpreis habe das Land in die Rezession getrieben, verwundert schon nicht mehr. Von der strukturelle Sackgasse, in die das Regime das Land gesteuert hat, will Stephan Kaufmann nichts wissen - dann könnte er keine Putin-Propaganda mehr betreiben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen