Ölreich wie kein anderer. Altkanzler Schröder hat beste Aussichten, in den Aufsichtsrat des russischen Staatskonzerns Rosneft gewäht zu werden. Wie wichtig ist das Unternehmen?
Der wichtigste Putinist der Berliner Zeitung ist zur Zeit - noch vor Stephan Kaufmann und Götz Aly - der "Rußlandkorrespondent" Stefan Scholl. Im heutigen Artikel läßt sich wieder gut der Mechanismus seiner Darstellung erkennen. Einige durchaus richtige Ausführungen werden durch Direktzitate des Putinsten Gerhard Schröder sowie durch Formulierungen abgeschwächt, die unterschwellig Zweifel an der Darstellung suggerieren. So schreibt Scholl z. B.: "Die beiden [Putin und Setschin] sollen dafür gesorgt haben, daß bei der Zerschlagung des Yukos-Konzerns 2004 die Filetstücke der vormals größten russischen Ölfirma bei Rosneft landeten, [...]". Ja wer denn sonst, wenn nicht Putin und Setschin? Chodorkowski? Oder George W. Bush? Daß Schröders enge, auch persönliche Beziehungen zu Putin erneut verschwiegen werden, daß auch vom Einsatz der Firma Rosneft als politisches Instrument des Putin-Regimes (z. B. gegenüber China, Georgien und Venezuela) keine Rede ist, gehört zum Schema.
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